Critical Action Learning - Warum ich viel davon halte ...

Wieder mal ein Anglizismus! Ein neuer Begriff für eine schon ältere Erkenntnis. Prof. Revans (Cambridge) hat schon 1940 damit experimentiert, talentierte Wissenschaftler und Ärzte in eine für sie neue Situation zu bringen. Sie wurden angehalten, sich in Gruppen mit 5 bis 8 Teilnehmern zusammenzufinden und unter Moderation (Facilitation) ihre Erfahrungen, ihre Fragen, aber auch ihre Zweifel und ihre Grenzen auszutauschen. Durch diese intensive Reflexion entstanden oft neue Perspektiven und Lösungsansätze.

Der Ansatz

In einem Set (Gruppe von 5 - 8 Teilnehmern, unterschiedliche fachliche Herkunft, unterschiedliche Führungskarrieren) finden sich lernbereite Menschen zusammen, die bereit sind, ihre eigenen Fragestellungen einzubringen und kritisch zu reflektieren.

 

Der Facilitator unterstützt und fördert mit verschiedensten Methoden die gemeinsame Reflexion der Teilnehmer. (Einen guten deutschen Begriff gibt es dafür wohl nicht. Die Art der Moderation soll es leicht (facilis) machen, offen miteinander zu reden und auch das Nicht-Wissen salonfähig zu machen.)

 

Critical: Weil in diesem Setting auch kollektive Themen betrachtet werden können: Politik, Machtkonstellationen, implizite Normen und Annahmen, versteckte Emotionen.

 

In der Erkenntnis kollektiver Themen liegen oft Lösungsmöglichkeiten, die über das Bearbeiten des je individuellen Problems hinausgehen. Damit greift Critical Action Learning weiter als Coaching. Der kritische Diskurs (sensu Habermas) erweitert den Blick.

Wie arbeiten wir?

Viele unserer Kunden haben uns bei der Durchführung von Critical Action Learning unterstützt. Das eine oder andere Mal haben wir dafür die Überschrift "Boxenstopp" gewählt.

 

Ablauf: 

Das Set (5 bis 8 Teilnehmer) trifft sich mit seinem Facilitator 2 mal 2 Tage mit einem Abstand von 3 bis 4 Monaten. Danach werden die Treffen dem Gefühl der Gruppe folgend vereinbart. Meist halbe oder ganze Tage. Auch in größeren Abständen.

 

Unsere Erfahrung:

Das beste Setting für nachhaltiges Lernen. Es entsteht in der Regel eine hohe Offenheit, individuelle, moralische und unternehmenspolitische Fragen werden gemeinsam und intensiv reflektiert, Lösungen in Handeln oder Denken gefunden.

 

Eine dieser Gruppen begleite ich nun über 8 Jahre hinweg. (Zum Schluss ein Mal pro Jahr.)

 

Chance-Impuls?

Nicht selten sind die Gruppenmitglieder bereit, gemeinsam diagnostizierte Schwachstellen oder Entwicklungsfelder "nach oben" weiter zu melden. Als Gruppen-Ergebnis. Dieser Impuls "von Innen" hat oft mehr in Bewegung gesetzt als ein teurer, "aufgesetzter" (man beachte die doppelte Bedeutung des Wortes) Prozess

Was können Sie tun?

Wir treffen uns, und wir erzählen Ihnen von unseren Erfahrungen. (Wie wählt man Teilnehmer aus, wie kann HR unterstützen, wie kann man CAL evaluieren, was gibt es dazu für Erkenntnisse, usf.)


Kontakt

2017

Die Ausbildung zum Coach ifb

Die 5. Auflage!

Unser Buch

(Jiranek / Edmüller) ist wegen großer Nachfrage neu verlegt worden: Gefällt uns!

Checklisten und Fragebögen zum Thema "Konflikt" finden Sie hier.

Das Buch zu "Feedback"

Von GetAbstact zum Buch der Woche gewählt.

Chris Wolf und Heinz Jiranek: Feedback
Chris Wolf und Heinz Jiranek: Feedback

Coaching lernen

Mein Kollege und Lehrer Curd Michael Hockel und ich haben versucht, unseren Coaching-Ansatz zu beschreiben. Das Ergebnis: Siehe unten!