Coaching ...

... ist ein Modebegriff! Das hat zur Folge, dass jeder ihn anders gebraucht. Diese begriffliche Unschärfe ist dann tolerabel, wenn Coach und Coaching-Klient eine gemeinsame Definition des Coaching-Auftrags erarbeiten und nicht von vornherein festliegt, was und mit welchen Methoden gearbeitet wird. Ein professioneller Coach wird so vorgehen.

Intolerabel allerdings wäre trotzdem jede Form von Beliebigkeit. Das ifb-Jiranek arbeitet nach dem Reglement der International Coach Federation.

ICF Code of Ethics
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Die Grundfrage ...

... lautet: Lebe ich (beruflich und privat) das Leben, das ich leben will. Und falls es hier ein Delta gibt, wie kann ich mit diesem umgehen. Wo sehe ich Defizite? Wo ungenutzte Ressourcen? Wo sind Handlungs- oder Entwicklungsfelder? Wo möchte ich mich weiter professionalisieren? 

Beispiele

  • Was sind meine persönlichen Ziele? Wie sieht meine persönliche Lebensvision aus? Nach welchen Werten möchte ich leben?
  • Was heißt „Work-Life-Balance“ für mich? Wie lerne ich, Grenzen zu setzen?
  • Wie organisiere ich mich wirkungsvoll, selbst wenn um mich herum das Chaos zu regieren scheint?
  • Wie kann ich mit Belastungen, mit Stress umgehen?
  • Wie kann ich möglichst gut mit Konflikten / schwierigen Situationen umgehen?
  • Wie kann ich in der Führung meiner Mitarbeiter besser werden? Welche Führungsinstrumente nutze ich? Wie gut bin ich dabei?
  • Wie kann ich meine Mitarbeiter auch in schwierigen Situationen mitnehmen?
  • Wie kann ich meine Position im hierarchischen Kontext wirkungsvoll vertreten?
  • Wie gestalte ich am besten den Einstieg in eine neue Position oder in ein neues Aufgabenfeld?
  • Entscheidungssituationen: Welchen Weg soll ich gehen?
  • ...

Ablauf

Klient und Coach lernen sich kennen. Prüfen kritisch, ob sie "miteinander können". Sie definieren gemeinsam an welchen Themen sie arbeiten wollen und überlegen sich auch, was dabei jeweils das Ziel wäre (!). Aber Achtung: Fast immer ändern sich die Ziele im Coaching-Prozess, weil sie manchmal von den Umständen, häufig aber von der vorangegangenen Reflexion modifiziert werden. Oft geht es auch darum, die eigenen Ziele herauszuarbeiten, das Fremdbestimmte vom eigenen Wertehorizont zu trennen.

Die gegenseitigen Erwartungen werden offen geklärt, Tabubereiche bestimmt, methodische Zugangsweisen diskutiert. Es entsteht so etwas, wie ein Coaching-Vertrag. Weitere Treffen / Maßnahmen in gemeinsam vereinbarten Abständen. Abschlusstreffen. Kritischer Rückblick, Vorausschau. 

Methoden

Coaching soll methodisch alles zulassen, was seriös und zielführend ist. Gespräche, Rollenspiele, Tests und diagnostische Methoden, Einholen des Feedbacks Dritter (z.B. der Mitarbeiter), Begleitung durch den Coach zum Beispiel bei Sitzungen (kommt relativ häufig vor) und so weiter.

 

Entscheidend aber ist, dass der Coachee nicht mit irgendwelchen "Tools" überfallen wird. Er hat immer die Entscheidungshoheit über das Verfahren! Und in der Methodenwahl wird der Erfolg von Coaching nicht entschieden. Die Beziehung zum Coach und dessen Fähigkeit, die innerpsychischen Prozesse und ihre Folgen für Wahrnehmen und Handeln zum Thema zu machen, - sie kann den Raum für Veränderung schaffen. 

Dauer

Für die Dauer gibt es Erfahrungswerte mit starken Schwankungen. In der Coaching-Praxis muss sich die Coaching-Maßnahme administrativ und logistisch in den Firmenalltag einfügen lassen. Häufig haben sich dabei 4 bis 8 halbe Tage im Zeitraum von 12 bis 18 Monaten ergeben. Abgerechnet wird dabei in halben Tagessätzen.

Weiterführende Begleitung

Sie entsteht häufig im Zusammenhang mit Coaching-Maßnahmen. Als Beispiele sind zu nennen: Die Arbeit mit dem Coaching-Klienten und seinem Team oder der Wunsch vieler Klienten, ein Mal pro Jahr die Gelegenheit zur Reflexion zusammen mit dem Coach zu nutzen. 


Die Netzwerkkollegen des ifb-Jiranek haben sich die Qualifizierung zum Coach auf unterschiedlichen Wegen erarbeitet, sie dann abgeglichen und abgerundet. Sie führen Coachings auf allen Führungsebenen durch. 

Ausbildung zum Coach

Entstanden ist so auch eine institutseigene Ausbildung zumCoach-ifb-Jiranek. Sie wurde in vielen Vor-Ort-Projekten in der Praxis und für die Praxis entwickelt und nun vom ifb-Jiranek angeboten. Der Besuch der Weiterbildung zum Coach wird mit dem Zertifikat „Coach-ifb“ abgeschlossen und bestätigt. 

Video-Tipp: Scharlatane, Magier, Coaches?

Ein sehenswerter Beitrag unserer Berufskollegin Monika Wastian. Entstanden beim Coaching-Kongresses in Erding, Februar 2014.

 

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2017

Die Ausbildung zum Coach ifb

Die 5. Auflage!

Unser Buch

(Jiranek / Edmüller) ist wegen großer Nachfrage neu verlegt worden: Gefällt uns!

Checklisten und Fragebögen zum Thema "Konflikt" finden Sie hier.

Das Buch zu "Feedback"

Von GetAbstact zum Buch der Woche gewählt.

Chris Wolf und Heinz Jiranek: Feedback
Chris Wolf und Heinz Jiranek: Feedback

Coaching lernen

Mein Kollege und Lehrer Curd Michael Hockel und ich haben versucht, unseren Coaching-Ansatz zu beschreiben. Das Ergebnis: Siehe unten!